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13 die Anzahl der ausstellenden KünstlerInnen – die magische Zahl aus der Märchenwelt – ein Zeichen, ein Verweis auf die böse Fee? Die schwarze Katze auf der Einladung – setzt sie nicht ähnliche Assotiationen in Gang?

In den Exponaten überlappen sich Fiktion und Fakten. Wahrnehmung und Erinnerung, die in Phantastisches einmünden, sie belegen, die Bezüge auf das Märchen, dessen Bilder im kollektiven Gedächtnis verankert sind, die „das fiktive Museum” in uns bevölkern, sie bieten eine Basis für neue Sichten. Diese „tales” der Vergangenheit lockten bei den jungen Künstlern und Künstlerinnen eine besondere Vielfalt von Interpretationen, Ideen, Einfällen hervor, die Besuchern verschiedene Aspekte des

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M Ä R C H E N H A F T
New look – old tales von Marieluise Schaum

Arbeiten von 13 jungen Illustratorinnen und Illustratoren
Gregor Blahak, Katia Fouquet, Andreas Hess, Jakob Hinrichs, Jörg
Hülsmann, Judith Klapper, Anne Makarov, Mirko Mielke, Maria Padilla, Doro Petersen, Franziska Schaum, Iris Ugurel, Ulrike Zimmer

MÄRCHENHAFT – Inbegriff uneingeschränkter Erfüllung, Superlativ der Verklärung, des Glücks und der Illusion, Weichzeichner einer Wirklichkeit, in der Unerreichbares möglich scheint – dieser Ausstellungstitel gibt Besuchererwartungen eine Richtung, die sich assoziativ noch verstärken lässt: Wer dem Begriff MÄRCHENHAFT ein MÄDCHENHAFT zur Seite stellt – angesichts der Dominanz beteiligter Künstlerinnen an der Ausstellung eine denkbare Variante – liegt in beidem nicht ganz falsch, erfasst aber jeweils nur einen – zudem kleinen – Aspekt des komplexen Ganzen.

Hat das Märchen nicht auch seine dunkle Seite, ist subversiv und böse?
Unergründlich in brodelnder Leidenschaft agieren seine Protagonisten unentrinnbar in der Phantasiewelt des Bösen, und sind sie nicht gerade darin faszinierend? Geiz, Habgier, Neid, Glaube und Liebe – sind das nicht die Motive für Untaten, die im Märchen begangen werden mit Heimtücke, Berechnung und Vorsatz, mit Brutalität und Hinterlist?

Zum anderen Aspekt: In der Ausstellung gibt es weibliche und männliche Künstler. Und auch der weibliche Blick auf die Welt ist schonungslos entlarvend, ironisch, provokativ und rebellisch. Die Kunst als Bühne weiblicher Inszenierungen kennt female trouble besser als Softvarianten.


Maerchenhaft